Die immer grösser werdende Zahl der Vegetarier und ernährungsbewussten
Konsumenten hatten bisher keine Möglichkeit herauszufinden, ob ein Produkt
tatsächlich vegetarisch ist oder nicht. Ausserdem ist das Bestellen eines
vegetarischen Menüs in vielen Gastronomiebetrieben nach wie vor Glückssache.
Diese beiden Problembereiche werden durch dieses Label zuverlässig angegangen
und gelöst.
Weitere Gründe für dieses Label finden Sie hier: Wozu
dieses Label?
Bei Fertiggerichten, wie z.B. Suppen oder Saucen, ist in der Regel nicht sofort
ersichtlich, ob Fleischbrühe oder tierische Fette enthalten sind. Um eine
Zutatenliste korrekt lesen zu können, braucht es einiges an Erfahrung. Doch
selbst dann gibt es Zutaten, welche man nicht klar als vegetarisch oder nicht
vegetarisch
einteilen kann. Tierische Fette können z.B. ebenso gut Schlachtfette als
auch Butter sein (in aller Regel werden damit Schlachtfette bezeichnet). Bei
den Zusatzstoffen,
wie E472 und vielen anderen, ist es unmöglich, anhand der Zutatenliste herauszufinden,
ob das Produkt mit Zutaten von getöteten Tieren hergestellt wurden, oder
nicht.
Hinzu kommen all die tierischen Zutaten, die aus verschiedensten Gründen
nicht
deklarationspflichtig sind. Z.B. das Lab aus Kälbermägen für die
Käseherstellung
oder die Gelatine für die Produktion von Essig und Fruchtsäften.
Selbst wenn man sich über alle kritischen Zutaten beim Hersteller erkundigt
und
sich gut in der Lebensmittelproduktion auskennt, bleibt noch immer das Problem,
dass die Zutaten eines Produktes ohne Ankündigung geändert werden können.
Das V-Label vereinfacht also mit einem Blick das Einkaufen von vegetarischen
Produkten drastisch.
Das Label hilft einerseits allen Vegetariern (von Ovo-Lakto-Vegetariern bis
zu den Veganern) durch seine klare Deklaration.
Zudem ist es aber auch eine grosse Hilfe für alle Allergiker und alle,
die gesundheitliche Probleme mit tierischen Produkten bekommen.
Eine weitere grosse Gruppe sind Personen, die aus religiösen Gründen
bestimmte tierische Produkte nicht konsumieren wollen (z.B. Moslems: Schweinefleisch;
Juden: nicht geschächtetes Fleisch; Hindus: Fleisch und Eier etc.). Keine
Religion verbietet vegetarische Kost, aber viele haben starke Einschränkungen
bezüglich des Konsums tierischer Nahrungsmittel.
Und natürlich für alle anderen, die aus irgendwelchen Gründen
etwas wirklich Vegetarisches essen wollen.
Das Europäische Vegetarismus-Label wurde von der Europäischen Vegetarier-Union
europaweit registriert. Sie koordiniert nun auch die Einführung für
die Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen.
In den einzelnen Ländern wird das Label in der Regel durch die jeweilige
Landesorganisation vertreten.
Obwohl es ein vegetarisches Label ist, profitieren auch Veganer von diesem Label. In lizenzierten Restaurants werden alle mit dem Label gekennzeichneten Menüs schriftlich in die vegetarische Kategorie eingeteilt, woraus ersichtlich ist, welche für Veganer geeignet sind und welche nicht. Falls dies nicht möglich ist, wurde zumindest das Personal sorgfältig geschult, damit es auch Veganern etwas Passendes servieren kann.