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V-Label - Vegi-Label - Vegetarian-Label - V-logo - Vegi-Logo Gastronomie Label
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Veginaise Hollandaise

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PDF(Infos für die Schweizer Gastronomie: Info-Mappe)

Das Vegetarismus-Label für Gastronomiebetriebe

Die vegetarischen Produkte (z.B. panierte Seitan-Schnitzel) können heute kaum mehr optisch von den Fleischprodukten unterschieden werden. Oft werden die vegetarischen Produkte sogar von denselben Produzenten hergestellt. Für die Konsumenten ist es deshalb immer schwieriger, die Produkte klar voneinander unterscheiden zu können.

Im Laden haben Konsumenten noch die Verpackungsdeklaration als Hilfe, im Restaurant fällt auch dies weg. In einem fertigen Gericht erschwert zusätzlich der «Unsicherheitsfaktor» Sauce die Menüauswahl für Vegetarier. Sie müssen blindlings den Aussagen des Servicepersonals vertrauen. Da die Gastronomie jedoch mehr für ihre bürgerliche Küche und weniger für innovative vegetarische Gerichte bekannt ist, fällt dies vielen Gästen schwer. Immer wieder beschweren sich bei Vegetarier-Organisationen Personen, die falsch deklarierte, angeblich vegetarische Menüs erhalten haben, die mit Fisch, Speck, Gelatine oder Ähnlichem zubereitet wurden.

Hier bietet das internationale vegetarische Label eine Lösung an: Durch das Label wissen die Gäste, dass das entsprechende Restaurant nur vegetarische Gerichte auftischt, welche diese Bezeichnung auch wirklich verdienen (was leider überhaupt nicht selbstverständlich ist).

Weshalb dieses Label?

Es sprechen viele Gründe dafür, das offizielle Vegetarismus-Label zu verwenden:

  • Es ist ein sehr verbreitetes und akzeptiertes Label für die vegetarische Lebensweise.
  • Das Label wird nun in diversen Ländern gleichzeitig auch für die Produktedeklaration bekannt gemacht.
  • Kompetente Beratung in allen Fragen der vegetarischen Ernährungsweise durch die Label-Vertretung in Ihrem Land. Zum Beispiel auch bei der Zusammenstellung von vegetarischen Gerichten und Suche nach nicht tierischen Ersatzprodukten.
  • Firmenunabhängige, externe Stichprobenkontrolle der Betriebe fördert das Vertrauen der Konsumenten in die gekennzeichneten Gastronomiebetriebe.
  • Durch die Zusammenarbeit mit der Vegetarier-Organisation ergibt sich bei den kritischen Konsumenten (insbesondere bei den Vegetariern) eine grössere Vertrauensbasis zu den Wirten.
    Dies ist für Gastronomen, die auch Fleischmenüs im Angebot haben, besonders wichtig.

Vorteile für die Gäste:

  • Das Label bürgt für einen Grundstandard in der fachlichen Kompetenz des Personals und der Menüdeklaration.
  • Schon am Eingang ist durch das Label ersichtlich, dass ein Restaurant auch ein geeignetes Angebot für Vegetarier bietet.
  • Die mit dem Label gekennzeichneten Restaurants werden in speziellen Listen aufgeführt und auf Anfrage für vegetarische Gäste empfohlen. Da in sehr vielen Gruppen auch Vegetarier vorkommen, kann für Gruppenverpflegungen ein wichtiges Entscheidungskriterium sein, ob ein Restaurant auch etwas für Vegetarier anzubieten hat. Eine Liste der Restaurants, welche mit dem V-Label gekennzeichnet sind, hilft auch diesen Gruppen weiter.
  • Die unangemeldeten Stichprobenkontrollen der Betriebe durch eine vegetarische Organisation geben den Gästen maximale Sicherheit, dass die Bedingungen auch ständig eingehalten werden.
  • Die lizenzgebenden Vegetarier-Organisationen ergänzen mit ihrem Fachwissen die meist sehr fleischbetonte Ausbildung der Köche optimal und verhindern so Missverständnisse zwischen Gast und Küche.
  • Das mühsame Analysieren der Zusammensetzung eines Gerichtes und für beide Seiten unangenehme und zeitraubende Rückfragen fallen weg.
  • Allergiker brauchen keine Angst vor versteckten tierischen Zutaten zu haben (zu den häufigsten Nahrungsmittel-Allergien gehören diejenigen gegen Ei- und Milchbestandteile), da auch in dieser Hinsicht das Personal entsprechend instruiert wurde. Dadurch können unzufriedene Gäste vermieden werden.
  • Aus Unwissenheit falsch deklarierte Menüs gehören dank der fachkundigen Beratung der Vergangenheit an.

Bedingung für das Label:

  1. Jeder lizenzierte Betrieb ist verpflichtet, ständig mindestens ein mit dem Label gekennzeichnetes Gericht anzubieten, das täglich gewechselt wird (falls der Betrieb ein täglich wechselndes Gericht hat).
  2. Zusätzlich zum täglich wechselnden Gericht sind mindestens zwei weitere vegetarische Gerichte anzubieten, welche die Label-Bestimmungen erfüllen.
  3. Die lizenzierten Speisen sind auf der Menükarte mit dem Vegi-Logo zu deklarieren. Eine Kennzeichnung der vier Untergruppen der vegetarischen Ernährung (siehe Kasten) wird empfohlen. Wird auf die schriftliche Form dieser Präzisierung verzichtet, so ist das Personal dahingehend zu schulen, dass – im Falle einer Anfrage seitens des Gastes – eine korrekte Auskunft gewährleistet ist. Bei der Selbstbedienung ist eine Deklaration der vier Untergruppen vorgeschrieben.
    Die vier Untergruppen der vegetarischen Ernährung
    ovo-lakto-vegetarisch:
    Enthält Ei- und Milchprodukte
    lakto-vegetarisch:
    Enthält Milchprodukte, jedoch keine Eibestandteile
    ovo-vegetarisch:
    Enthält Eier, jedoch keine Milchprodukte
    vegan / rein pflanzlich:
    Enthält keinerlei tierische Zutaten (keine Eier, keine Milch, kein Honig …)
  4. Sämtliche Zutaten der mit dem Label versehenen vegetarischen Gerichte und Menü-komponenten haben den Richtlinien des Labels zu entsprechen. Dabei steht es dem Betrieb grundsätzlich offen, woher er seine vegetarischen Produkte bezieht. Bereits mit dem Label lizenzierte Zutaten sind wenn möglich vorzuziehen.
  5. Der Betrieb akzeptiert unangemeldete Stichproben mit Zugang zur Küche und zum Lager und die Befragung des Personals. Es wird nur im Ausnahmefall mehr als eine unangemeldete Stichprobe pro Jahr und Betrieb vornehmen.

Dies erhalten die ausgezeichneten Betriebe:

  1. Das Recht mit dem internationalen Vegetarismus-Label für ihren Betrieb zu werben. Insbesondere erhalten sie dazu Türkleber und Druckvorlagen für Speisekarte und andere Drucksachen.
  2. Auf der Speisekarte dürfen alle vegetarischen Gerichte als solche mit dem Label gekennzeichnet werden.
  3. Die V-Label-Betriebe werden in der Zeitschrift der zuständigen vegetarischen Organisation vorgestellt und so direkt dem potentiellen Kundenkreis bekannt gemacht.
  4. Es wird eine Liste aller Betriebe, welche das Label erhalten haben, geführt. Die darin aufgeführten Betriebe werden bei Anfragen bevorzugt weiterempfohlen.
  5. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) wird der Betrieb im Internet in eine Liste eingetragen, in der alle europäischen Betriebe, welche das Label erhalten haben, verzeichnet sind. So ist es auch für vegetarische Touristen sehr schnell ersichtlich, welche Hotels/Restaurants in ihrem Ferienort für sie geeignet sind. Diese Liste wird in verschiedene vegetarische Internetseiten eingebunden sein.
  6. Sie erhalten Unterstützung bei ihrer Umstellung (Was heisst vegetarisch? Was heisst vegan? etc.) und erhalten auch danach kompetente Informationen zur vegetarischen Küche (z.B.: Wo bekommt man ein bestimmtes vegetarisches Produkt? etc.).
  7. Als Schnittstelle zwischen den vegetarischen Gästen und den Gastronomen erhalten sie Tipps, wie auf die vegetarischen Gäste optimal eingegangen werden kann. Z.B. mit der Empfehlung, bei den tierischen Zutaten Freilandprodukte zu bevorzugen oder pflanzliche Alternativen zu verwenden.


Zusätzliche Kriterien für Take-Aways.
   
 
line line line 3.9.2010 - 14:58 line